Wie erhalte ich jetzt die Umweltprämie für mein Elektroauto?

Es spricht sich langsam herum, dass E-Auto-Halterinnen und Halter für ihr Fahrzeug jährlich Geld erhalten können, wenn sie sich für eine sogenannte THG Quote zertifizieren lassen. Diese Zertifikate lassen sich dann vermarkten. Zumeist werden sie von CO2-intensiven Unternehmen wie z.B. Mineralölkonzernen gekauft. Vermittlungsportale übernehmen die Vermarktung, die NutzerInnen lehnen sich zurück und bekommen einmal im Jahr eine Quote ausgezahlt. 

Warum nennt man das Umweltprämie?

Manche nennen die THG Quote ‚Umweltprämie‘, weil sie dazu dient, den CO2 Ausstoß im Verkehrssektor zu senken. Die Treibhausgasemissionen von großen Emittenten sind gedeckelt. (Lesen Sie mehr dazu beim Umweltbundesamt) Überschreiten sie die erlaubte Menge, müssen sie sich Zertifikate zukaufen. So werden sie motiviert, ihren CO2 Ausstoß zu reduzieren. Davon profitieren E-Auto-FahrerInnen, die mit ihrem Tesla, Polestar, Renault Zoe, VW ID.3 und anderen im Alltag CO2 einsparen, weil sie eben keinen Verbrenner fahren. Ihre Einsparung wird in verkäufliche Zertifikate verwandelt, die dann gebündelt an die Konzerne gegeben werden.  

Welche Modelle bringen den größten Erlös?

Bekomme ich eine größere Auszahlung, wenn ich einen Sportwagen wie den Tesla Roadster habe? Schließlich verbrauchen konventionelle Sportwagen besonders viel Benzin und mit dem batteriebetriebenen Motor spare ich überdurchschnittlich viel CO2 ein. Der Gedanke ist naheliegend und im Grunde auch logisch, nur lässt sich im Moment noch nicht standardisiert feststellen, welche Modelle, welche Einsparungen bei welcher Art von Nutzung bedeuten. Ein sparsamer Sportwagen, der nur in der Garage steht, spart weniger Emissionen als ein Kleinwagen, der viel bewegt wird.
Für die Quote spielt es keine Rolle, ob Sie einen Cupra Born, Corsa-e, Dacia Spring, smart EQ oder Renault Zoe haben oder mit einem BMW iX3 durch die Straßen bollern. Es macht allerdings einen Unterschied, ob Sie ein Nutzfahrzeug oder sogar einen Bus anmelden. Hierfür gibt es deutlich höhere Prämien. Für die gängigen E-Autos aber gilt: Die Höhe der Auszahlung entscheidet sich über Ihre Wahl des Vermittlers. Hier gibt es große Unterschiede, wie hoch die jeweiligen Servicepauschalen sind. So kostengünstig wie die THG Börse ist sonst fast keine. 
THG Quote verkaufen leicht gemacht

CO2 meines E-Autos verkaufen – wie geht das?

Das geht ganz leicht. Nehmen wir an, Sie haben einen Dacia Spring oder einen Tesla und möchten dafür die Förderung beantragen. Zunächst beantragt man ein Zertifikat für das eigene E-Auto. Das läuft über das Bundesumweltamt. Sobald das bewilligt wurde, kann man jährlich die eigene Treibhausgasminderungsquote (THG Quote) zu Geld machen. 

Elektrovorteil nutzen

Die THG-Quote kann man wie beim Emissionshandel an CO2-intensive Unternehmen verkaufen. Diese Unternehmen müssen Quoten zukaufen, um den eigenen CO2-Ausstoß abzudecken. Als E-Auto Fahrerinnen und Fahrer dürfen Sie sich diesen Bedarf zunutze machen. Sie sparen CO2 ein, weil Sie ein umweltfreundliches Auto fahren und das belohnt der Gesetzgeber mit der THG Quote, indem er Ihnen die Möglichkeit gibt, eine pauschale Summe für Ihre Ersparnis zu erzielen.

Elektroauto Förderung

Fördert der Gesetzgeber damit das E-Auto noch einmal zusätzlich? Ja, genau. Mit dieser Regelung werden E-Auto HalterInnen zusätzlich begünstigt. Die Förderung hört also bei der E-Auto-Prämie nicht auf. Mit der THG oder E-Quote erhalten Sie einen komfortablen Zuschuss zu Ihrem Stromer, der so manche Tankfüllung bezahlt. E-Auto Fahrer erhalten diese Prämie jedes Jahr aufs Neue. Sie müssen nichts weiter tun, als Ihrem Dienstleister die Vollmacht zu erteilen, Ihre Quote für Sie beim Umweltbundesamt zu beantragen. 

Seriöse Anbieter zur besten Vermarktung der THG Quote

Einen seriösen Anbieter, der Ihren Elektrovorteil durchsetzen kann, erkennt man an der Transparenz des Angebots und am professionellen Auftreten. Vorsicht sollte bei schnell zusammengeschusterten und intransparenten Webseiten gelten. Die Servicekosten der Vermittler sollten nicht über 20% der auszuzahlenden Summe liegen und für die Kunden leicht einsehbar sein. Achten Sie auch darauf, dass es zum Beispiel ein Impressum gibt und dass die angegebene Adresse in Deutschland liegt und eine seriöse Rechtsform des Unternehmens vorliegt. Ein-Euro-GmbHs, Einzelunternehmen oder Ltd-Companys aus dem Ausland sind ein erstes Anzeichen dafür, dass keine Strukturen hinter dem Anbieter stecken. So schützen Sie sich vor unseriösen Angeboten.